5. August 2020

Am 10. Juli 2020  habe ich auf Einladung des Friedenszentrums Braunschweig einen Vortrag gehalten zur Gefahr einer atomaren Eskalation im Nahen Osten und was man tun könnte. Der Vortrag fand in der "Guten Stube" der Stadt Braunschweig, der "Dornse" im Altstädter Rathaus, aus Anlass des Internationalen Flaggentags der Mayors of Peace statt. Hier der leicht überarbeitete Vortragstext.

15. Februar 2020

Konzert mit Venezianischer Mehrchörigkeit in Linz

Konzert "Von Venedig nach Linz" am 8. März 2020 um 17:00 Uhr in der Martin Luther-Kirche Linz


Am 8. März um 17:00 wirke ich auf dem Violone in einem großen Konzert mit Venezianischer "mehrchöriger" Musik in Linz mit, ein Konzert, wie es das in Linz m.W. noch nie gegeben hat. Den Titel "Von Venedig nach Linz" hat die Projektleiterin Hedwig Baurecker, Linz, eine Profi-Gambistin, deshalb gewählt, weil nicht nur venezianische mehrchörige Musik erklingen wird, sondern weil es auch zwei Uraufführungen gibt, in denen die Aufführungspraxis in der Marcuskirche von Venedig um 1600 für die moderne Klangwelt fruchtbar gemacht wird.

Was heißt "mehrchörig"?
Sänger und Instrumentalensembles, im Linzer Konzert: Blockflöten, Gamben, Posaunen, werden über das Kirchenschiff und sogar die Emporen verteilt und spielen  Werke, die für 8, 12 oder sogar 16 Stimmen komponiert sind. So entsteht eine natürliche Stereophonie.
Nähere Informationen bieten  das hier aufrufbare Plakat und der Flyer zu diesem Konzert.


Karten bitte über musik.baurecker@gmx.at  bestellen oder reservieren lassen!

27. November 2019

Konzert  "Von Venedig nach Linz" 8.3.2020 um 17:00 Uhr mit 30 Musiker*innen und zwei Uraufführungen in der Martin Luther-Kirche Linz/Donau



"Venezianische Mehrchörigkei" ist eine Kompositionsform, die um 1600 in der Marcus-Kirche von Venedig entwickelt wurde. "Chöre" werden dabei nicht nur von Sänger*innen gebildet. Es gab zusätzlich kleine Ensembles von Gamben, Blockflöten oder Posaunen, jeweils mit vier Musikern besetzt, die an unterschiedlichen Stellen, auch auf die Emporen der Marcuskirche postiert waren, sich gegenseitig zuspielten, in "Dialog" miteinander traten, teilweise aber auch gemeinsam bis zu 16 unterschiedliche Stimmen gleichzeitig erklingen ließen.

Das ist eine sehr anspruchsvolle Musizierpraxis, schon rein akustisch: Die Klangbewegung von einer Empore zur nächsten dauert je nach Kirchenbau länger als 1 viertel Sekunde, es ist also gar nicht so einfach, wirklich zusammen zu spielen.

Am 8. März 2020 um 17:00 Uhr versuchen wir - erstmals in Linz - öffentlich diese natürliche Stereophonie erstehen zu lassen. Es dirigiert Marian Margowski.
Auch zwei Komponisten der Gegenwart haben in dieser Form für das Konzert komponiert: der in Linz durchaus bekannte, bei Stuttgart lebende Gotthart Schulz und der Linzer Ingo Ingensand, der sein Stück, ein Saltarello, selbst dirigiert.

 Konzertkarten (25,00 Euro, ermäßigt 18,-) können angefordert werden bei  Hedwig Baurecker, die die Gesamtleitung übernommen hat: musik.baurecker@gmx.at 

1. November 2019

Dokumentarfilm: "Am reißenden Fluss". Lehrstückspiel nach Bertolt Brecht (2018)



Gernot Steinweg und Re Karen haben ein Lehrstückseminar von mir am Institut Angewandtes Theater Wien (IFANT) vollständig gefilmt und kunstvoll zu einem 71-Minutenfilm geschnitten, Der Film über die von mir entwickelte Methode, Lehrstückszenen von Bertolt Brecht zu spielen und damit Experimente zu der Frage zu ermöglichen, welche Haltungen am produktivsten sind beim Umgang mit Macht, Gewalt und Herrschaft kann als DVD über Gernot Steinweg bestellt werden:


gernot.steinweg@web.de

Bitte bei der Bestellung die Postanschrift nicht vergessen!

Auch Auszüge aus dem Vortrag, den ich den Seminar-Teilnehmer*innen auf Bitte der Leiterin des IFANT, Claudia Bühlmann, vor Beginn des Kurses über das Lehrstück und Brechts Intentionen gehalten habe, sind auf der DVD zu sehen.

Da der Film noch nicht ausfinanziert ist, kostet die DVD 30 € plus Porto und Verpackung. Wer mehrere Exemplare bestellt zum Weitergeben oder -verkaufen erhält einen Rabatt: Es werden dann pro Exemplar nur 20 Euro plus Porto und Verpackung in Rechnung gestellt.

In dem gefilmten Lehrstückkurs wurde mit Szene 5 "Am reißenden Fluss" aus Brechts "Die Ausnahme und die Regel" gearbeitet, und zwar mit der eigentlichen Lehrstückfassung mit zwei Chören, die kürzlich im Brecht-Jahrbuch 43 erschienen ist.

Die DVD ist als Band XVI der „Lingener Beiträge zur Theaterpädagogik“ erschienen und kann auch über den Buchhandel oder direkt auf der Website des Schibri-Verlags bestellt werden: ISBN 978-3-86863-192-0

21. September 2019

"Gandhis politische Ethik" von Galtung/Naess endlich auf deutsch!

1955 in Oslo auf Norwegisch erschienen und 1968 und 1994 dort wieder aufgelegt, ist dieses allererste und zugleich grundlegende Werk des Gründers der eueropäischen Friedens- und Konfliktforschung Johan Galtung, das er als Kriegsdienstweigerer im Gefängnis sitzend, in Kooperation mit seinem 18 Jahre älteren Mentor, dem Philosophen Arne Naess,geschrieben hat, niemals in eine andere Sprache übersetzt worden. Das hatte zur Folge, dass die internationaele (englische, deutsche) Forschung zur politischen Gewaltfreiheit es nicht zur Kenntnis genommen hat.

Dieser Umstand hat mich schon seit 2010/11 geärgert, als ich das Buch "Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und analysen" herausgegeben habe. Es enthilet die (zuvor schon von Andreas Buro veröffentliche) Zusammenfassung der von den beiden Autoren aus Gandhis Handeln und Schriften abgeleiteten 25 "Satyagrahanormen". Aber die Begründunen und die Gandhi-Zitate, auf die Galtung und Naess sich gestützt haben, waren unbekannt.
Aus Anlass des von mir angestoßenen Symposiums "Etws tun, aber Wie? aus Anlass von Gandhis 150. Geburtstag im Wissensturm der Stadt Linz, das vom 27.-29. September in Linz /Donau stattfindet, habe ich jetzt die zentralen Kapitel des Buches auf deutsch herausgebracht:
Johan Galtung/Arne Naess
Gandhis politische Ethik
Die Begründung der Sayagrah-Normen erstmals in deutscher Übersetzung
hg. von Reiner Steinweg
Übersetzt von Christine v. Bülow, Christian Bartolf und Xaver Remsing
Nomos-Verlag Baden-Baden 2019